Ist November bis April wirklich die stärkere Börsenhälfte?
Der Halloween-Effekt beschreibt die Beobachtung, dass Aktienmärkte zwischen November und April historisch stärker sein können als zwischen Mai und Oktober. Er ist damit die Gegenperspektive zu „Sell in May“.
Die direkte Verbindung zu Sell in May
Beide Regeln teilen das Jahr in dieselben zwei Halbjahre. Sell in May fokussiert die vermeintlich schwächere Sommerphase, Halloween-Effekt die vermeintlich stärkere Winterphase.
| Effekt | Periode | Fokus |
|---|---|---|
| Sell in May | Mai–Oktober | mögliche Sommerschwäche |
| Halloween-Effekt | November–April | mögliche Winterstärke |
Warum könnte November–April stärker sein?
Jahresendrally
November und Dezember enthalten häufig beobachtete positive Jahresendphasen.
Januar-Effekt
Der Jahreswechsel kann zusätzliche Kapitalflüsse und Rebalancing bringen.
Sommer-Gegenperiode
Mai bis Oktober umfasst Ferienphase und den häufig schwach diskutierten September.
Warum man nicht nur Halbjahre vergleichen sollte
Wenn die Winterstärke hauptsächlich im November und Dezember entsteht, ist die Aussage „November bis April ist stark“ weniger präzise als sie klingt.
Monatszerlegung
Prüfe, welche Monate tatsächlich zur höheren Winterrendite beitragen.
Freie Fenster
Teste beispielsweise Mitte Oktober bis Ende Dezember oder Januar bis April separat.
DAX und S&P 500 können unterschiedlich sein
Halloween-Effekt sauber testen
Vergleiche November–April mit Mai–Oktober und zusätzlich mehrere Unterfenster.
Winterhalbjahr analysieren
Prüfe mehrere Lookbacks und kontrolliere Median, Trefferquote und Ausreißer.
Häufige Fragen
Ist Halloween-Effekt dasselbe wie Sell in May?
Sie sind zwei Seiten derselben Halbjahresregel.
Beginnt der Effekt exakt am 1. November?
Nicht zwingend. Andere Starttage sollten getestet werden.
Funktioniert er jedes Jahr?
Nein. Auch das Winterhalbjahr kann deutlich negativ sein.
Warum heißt er Halloween-Effekt?
Weil die stärkere Periode ungefähr rund um Halloween beginnt.
Historische saisonale Effekte sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.